Deadline Die volle Wucht detonierender Streubomben könnte Mensch diesen Vinylslammer genau so gut apostrophieren. Knochentrocken wie verlässlich scheppernd bohrt sich hier der Greed`sche Maschinenfunk kontinuierlich in des Tänzers Rückenmark. Und 'Deadline' belegt daneben definitiv, dass man in 2008 wieder mit mehr Tracks rechnen darf, in denen eines Teils die Dancefloor-Atome in Lichtgeschwindigkeit ganz dicht über den Boden schießen, während die z.B. im Titeltrack omnipräsenten Vocals eine entrückte Form von Deepness konstruieren, die signifikant für sich selbst ganz ohne, technische Zusatzarrangements auszukommen verstehen. So wendet der hier angesprochene Protagonist neben der Fähigkeit der reinen Beherrschung analoger Software-Typen ein ebenso stark ausgeprägtes Feingefühl für subtile 'Töne zwischen den Zeilen' an, die Schwere und Melancholie so auf fast schon spielerisch sichere Art erzeugen, dass eine Acapella-Version den guten, zusätzlichen Dub unterlegten Less-Remix genauso gut als additives Stilmoment hätte ersetzen können. Die Flipside 'Covert' wiederum funktioniert als harter Disko-Tekk-Track mit ihren unterkühlt, zerschlissenen Sounds und phatten Beats wie ein unablässig pumpender Presslufthammer. Mehr will man dann auch nicht mehr, oder wie ein US Kollege hierzu spontan bemerkte 'Check it out again and again. And watch your fingers start to snap and your body begin to wiggle!'
Heavy Rotation - 6/6 Punkten